Banana Pi Router Board BPI-R1

Das Banana Pi Router Board BPI-R1 basiert grundlegend auf den gleichen technischen Daten wie der Banana Pi mit nur geringfügigen Abweichungen:

Das Router Board ist mit einem ARM Cortex-A7 Dual-Core Prozessor ausgestattet und arbeitet im 1 GHz Takt. Hinzu kommt ein 1 GByte DDR3 Arbeitsspeicher (RAM) und als Grafikeinheit der integrierte Mail-400MP2-Chip. In Sachen Anschlussmöglichkeiten ist der HDMI-Ausgang, der 3.5 mm Soundjack und das Mikrofon, als auch der Infrarotempfänger, CSI Kamera-Connector, DSI Display-Connector, Mikro USB OTG und die SATA-Schnittstelle weiterhin verfügbar. Die Anzahl und Pinbelegung des GPIO Headers ist ebenfalls zum Banana Pi identisch. Jediglich die Anzahl an USB 2.0 Anschlüsse wurde auf einen herabgesetzt, der AV-Video-Ausgang wurde weggelassen und es kommt eine MicroSD-Karte zum Einsatz.

Banana Pi Router Board BPI-R1 (Foto: banana-pi.com)
Banana Pi Router Board BPI-R1 (Foto: banana-pi.com)

Router und Netzwerkfähigkeit

Im Bereich der Netzwerkfähigkeit wird der Unterschied zwischen Router Board und Banana Pi ersichtlich. Das Banana Pi Router Board verfügt neben der bisherigen 100/1000MB Ethernet-Schnittstelle über vier weitere 100/1000MB Ethernet-Ports. Insgesamt sind somit auf dem Board 5 Ethernetport untergebracht, welche über den Chip Broadcom BCM53125 verbunden sind. Durch diesen Chip sollte der Prozessor von der Netzwerkaktivität nicht belastet werden.

Weiterhin ist der Router mit WLAN On Board nach dem Standard 802.11b/g/n ausgerüstet. Die drahtlose Netzwerktechnologie wird durch einen Realtek-Chip RL8192 verarbeitet und ist intern via USB 2.0 angeschlossen. Zur größeren Reichweite können zwei externe Antennen angeschlossen werden.

Durch die Erweiterung des Boards auf 5 100/1000MB Netzwerkports haben sich die Abmessungen auf 148 mm x 100 mm vergröert. Die Platine des Banana Pi hat im Vergleich dazu eine Größe von 92mm x 60mm. Auf dem Board befindet sich weiterhin eine LED-Anzeige für Power- und Netzwerkstatus (rot und blau). Eine weitere grüne LED kann vom Benutzer selbst definiert werden.

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Mittlerweile ist das Banana Pi Router Board bei einigen deutschen Händlern verfügbar. Wir empfehlen den Shop von Amazon und eBay. Bei eBay ist das Board derzeit vesandkostenfrei lieferbar.

Neben dem Router Board findet man das passende Gehäuse und andere Zubehörartikel.

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Betriebssysteme für das Router Board

Das Router Board soll grundsätzlich alle gängigen Betriebssysteme, die auch auf dem Banana Pi lauffähig sind unterstützen. Auf der Entwicklerwebseite stehen im Downloadbereich folgende Betriebssysteme zur Verfügung (Stand 25.02.2015):

  • Android 2.0
  • OpenWrt
  • Bananian Linux
  • Raspbian
  • Arch Linux
  • Lubuntu

Banana Pi Router Board Aufbau

Router Board Pinbelegung

Das Banana Pi Router Board verfügt an mehreren Stellen über GPIO Pins. Diese können als digitale Ein- und Ausgänge genutzt und beschalten werden. Damit kann das Router Board auch wie gewohnt als Steuereinheit verwendet werden. Außerdem unterstützen die Pins eine Kommunikation via CAN Bus, SPI Bus, I2C Bus, PWM und eine serielle Datenübertragung.

Router Board GPIO (Foto: banana-pi.com)
Router Board GPIO (Foto: banana-pi.com)

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Banana Pi, Banana Pro und Router Board im Vergleich

 Banana PiBanana ProBanana Pi Router Board
ProzessorA20 ARM Cortex-A7 Dual-Core , 1 GHzA20 ARM Cortex-A7 Dual-Core , 1 GHzA20 ARM Cortex-A7 Dual-Core , 1 GHz
GrafikARM Mali400MP2ARM Mali400MP2ARM Mali400MP2
Arbeitsspeicher1GB DDR3 SDRAM1GB DDR3 SDRAM1GB DDR3 SDRAM
Stromversorgung5 Volt MicroUSB5 Volt MicroUSB5 Volt MicroUSB
USB 2.0
Anschlüsse
2 + MicroUSB OTG2 + 1 Micro USB OTG1 + MicroUSB OTG
Netzwerk10/100/1000 MBit Ethernet10/100/1000 MBit Ethernet

WLAn 802.11b/g/n
10/100/1000 MBit Ethernet, WLAN 802.11b/g/n

4 x 10/100/1000 MBit Ethernet Switch
SpeicherSD/MMC-Kartenslot
(max. 64 GB)

SATA (max. 2TB)
Mikro-SD-Kartenslot

SATA 2.0
SD/MMC-Kartenslot
(max. 64 GB)

SATA (max. 2TB)
VideoausgabeHDMI, CVBS , LVDS/RGB, Composite VideoHDMI, CVBS , LVDS/RGB,
Composite Video via 3,5 mm Klinke
HDMI, CVBS , LVDS/RGB, Composite Video
AudioausgangHDMI, 3,5 mm KlinkeHDMI, 3,5 mm KlinkeHDMI, 3,5 mm Klinke
AudioeingangMikrofonMikrofonMikrofon
GPIO-Pins26 GPIO Pins

UART, I2C, SPI, CAN-Bus, ADC, PWM
40 GPIO Pins

UART, I2C, SPI, PWM, CAN, I2S, SPDIF, LRADC, ADC, LINE-IN,FM-IN,HP-IN
26 GPIO Pins

UART, I2C, SPI, CAN-Bus, ADC, PWM
Weitere SchnittstellenInfrarot-Empfänger

CSI Connector für Kameramodul
Infrarot-Empfänger

CSI Connector für Kameramodul
Infrarot-Empfänger

CSI Connector für Kameramodul
LEDPower Status LED (rot)

Netzwerk Status LED (blau)

Benutzerdefinierte LED (grün)
LED-Anzeige für Netzwerk und PowerPower Status LED (rot)

Netzwerk Status LED (blau)

Benutzerdefinierte LED (grün)
ButtonsReset, Power, UBootReset, Power, UBootReset, Power, UBoot

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Banana Pi: Minecraft Server installieren

Mincraft ist eines der beliebtesten Spiele. Trotz der einfachen und verhaltenen Grafik überzeugt das Spiel durch viele Freiheiten. Jeder Spieler kann somit seine individuelle Spielatmosphäre gestalten. In diesem Tutorial wird gezeigt, wie man auf seinem Banana Pi einen eigenen Minecraft Server für zu Hause aufsetzt.

Zunächst überprüfen wir unser System auf Updates (optional) und installieren den Fenstermanager screen. Diesen benötigen wir zu einem späteren Zeitpunkt während der Mincraft Server Installation.

sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade
sudo apt-get install screen

Im nächsten Schritt laden wir uns mit wget den Minecraft Server (MCServer) herunter. Dieser ist in der Programmbiersprache C++ geschrieben und für Systeme mit ARM-Prozessoren vorkompiliert. Der bei wget angegebene Link bezieht sich immer auf die aktuellste Version des MCServers. Nach dem Download wird das Archiv entpackt und um Speicherplatz zu sparen anschließend wieder gelöscht.

wget http://builds.cuberite.org/job/MCServer%20Linux%20armhf/lastSuccessfulBuild/artifact/MCServer/MCServer.tar

tar -xvf MCServer.tar
rm MCServer.tar

Bevor wir den Server erstmalig starten, installieren wir noch eine aktuellere Version des g++ Compilers, damit die Serversoftware fehlerfrei komipiliert und gestartet werden kann.

sudo apt-get install g++-4.8

Als nächstes starten wir den Minecraft Server erstmalig. Dabei sollten einige Fehlermeldungen auftauchen. Grund dafür ist, dass der Software die zum Start notwendigen Konfigurationsdateien fehlen. Durch den ersten Start werden diese aber angelegt und gleichzeitig eine erste Minecraft Welt erzeugt. Ist der Vorgang abgeschlossen können wir den Server mit der Tastenkombination Strg + C wieder beenden.

cd MCServer
./MCServer

Der MCServer bringt neben dem Gameserver auch ein eigenes, passwortgeschütztes Webinterface mit. Die Standard-Logindaten lauten admin / admin und sind in der Konfigurationsdatei webadmin.ini festgelegt. Diese Datei wurde durch den vorherigen Schritt erzeugt. Zur Anpassung der Logindaten an einen benutzerdefinierten Benutzer / Passwort bearbeiten wir die genannte Konfigurationsdatei.

sudo nano webadmin.ini

Innerhalb dieser Datei finden wir folgenden auskommentierten Part:

; [User:admin]
; Password=admin

Diesen ersetzen wir durch unsere benutzerdefinierten Zugangsdaten Benutzername und Passwort. Die Anmeldeinformationen sollten natürlich individuell angepasst werden. Anschließend kann die Datei gespeichert und geschlossen werden.

[User:Benutzername]
Password=Passwort

Abschließend können wir den Minecraft Server mit dem zu beginn installiertem Tool screen starten. Der MCServer wird dabei in einer eigenständigen Screen-Instanz gestartet und läuft dauerhaft.

screen -dmS MCServer ./MCServer

Minecraft Server Webinterface

Screenshot MCServer Webinterface
Screenshot MCServer Webinterface

Das Webinterface vom Minecraft Server kann unter der IP-Adresse eures Pis und Port 8080 aufgerufen werden, also http://IP-BPi:8080/. Mit den zuvor festgelegten Zugangsdaten kann man sich über den Button WebAdmin Login anmelden. Innerhalb des Webinterfaces können anschliend diverse Servereinstellungen vorgenommen werden. Damit die Einstellungen aktiv werden, muss der MCServer neugestartet werden. Dies wird mit folgendem Befehl realisiert.

screen -S MCServer -X stuff "stop\n" && sleep 30 && screen -dmS MCServer ~/MCServer/MCServer

Der Vorgang dauert etwa eine Minute, da bei Beendigung des Servers die aktuelle Welt abgespeichert wird.

Minecraft Server Cronjob

Solltet ihr euren Einplatinencomputer regelmäßig als Minecraft Server verwenden, dann bietet es sich an diesen automatisch starten zu lassen mit Hilfe eines Cronjobs.

crontab -e

Am Ende der Crontab Datei fügen wir dazu folgenden Inhalt ein:

@reboot cd ~/MCServer/ && screen -dmS MCServer ./MCServer

Das wars auch schon! Damit ist euer Pi ein vollwertiger Minecraft Server für 2 bis 5 Leute, je nach Servereinstellungen.

Quelle: Jan Karres

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Bananian Linux: Grafische Oberfäche – GUI mit LXDE oder XFCE

Das Betriebssystem Bananian Linux ist in Bezug auf den Banana Pi sehr leistungsstark und ressourcenschonend. Aus diesem Grund eignet sich das System in erster Linie für Serveranwendungen. Bananian ist weiterhin ein headless Betriebssystem, d.h. es besitzt keine vorinstallierte grafische Oberfläche (GUI). Somit ist keine Arbeit im Desktop-Betrieb bzw. via eine Remotedesktopverbindung möglich. Der Headless-Betrieb sorgt aber dahingehend auch für die enorme Leisungsstärke des Systems.

Aus Sicht von einigen Anwendungen und Vorhaben, oder vielleicht auch aus persönlichem Interesse, kann eine grafische Oberfläche erwünscht sein. Wie man eine GUI unter Bananian Linux installiert zeigen wir im Folgenden.

Prinzipiell benötigt man für den Berieb mit einer GUI ein Softwarepaket, welches eine Desktopumgebung bereitstellt. Im Folgenden werden die GUI-Tools LXDE und XFCE vorgestellt.

Bananian: GUI mit LXDE

LXDE steht für „Lightweight X11 Desktop Enviroment“, wobei „LX“ gleichzeitig auf Linux hindeutet. LXDE ist eine freie Desktop-Umgebung für Unix Systeme. Unter dem Raspberry Pi wird dieses Tool am meisten genutzt, um mit einem Desktopmodus zu arbeiten. Für den Banana Pi, speziell für Bananian Linux erfolgt die Installation gleichermaßen mit folgenden Befehlen.

Zunächst bringen wir unser System auf den neusten Stand.

apt-get update
apt-get upgrade

Anschließend wir die Installation von LXDE gestartet.

sudo apt-get install task-lxde-desktop -y

Damit die Einstellungen übernommen werden erfolgt ein Neustart des Systems.

sudo reboot

Bananian: GUI mit Xfce

Alternativ zu LXDE kann ein Desktop durch das Tool Xfce entstehen. Diese Tool stellt ebenfalls eine Desktop-Umgebung bereit und ist für Unix Systeme. Weitere Informationen zu Xfce findet man unter Wikipedia. Xfce ist im Vergleich zu LXDE etwas schneller und ressourcenschonender.

Vor der Installation bringen wir ebenfalls unser System auf den neusten Stand.

apt-get update
apt-get upgrade

Danach erfolgt die Installation von Xfce mit folgendem Befehl.

apt-get install xorg xfce4 xfce4-goodies hicolor-icon-theme gnome-icon-theme xfce4-power-manager

Damit die Einstellungen übernommen werden erfolgt ein Neustart des Systems.

sudo reboot

Quellen: Wikipedia LXDE, Wikipedia Xfce, Forum Raspberry Pi

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Bananian Linux 15.01: Unterstützt Banana Pi, Banana Pro und BPi-R1

Mit Beginn des neuen Jahres ist eine neue Version von Bananian Linux veröffentlicht wurden. Die Version 15.01 bringt einige Neuerungen und Bugfixes mit sich. Außerdem unterstützt das Update mit einem Image die Systeme Banana Pi, Banana Pro und das Routerboard BPi-R1. Mehr Informationen dazu unter https://www.bananian.org/hardware.



Folgende Neuerungen sind in Bananian Linux 15.01 zu verzeichnen.

  • Vollständige Hardware-Unterstützung für den Banana Pro
  • Vollständige Hardware-Unterstützung für das Routerboard BPi-R1
  • Neues Hardware-Konfigurationstool: bananian-hardware
  • Standardmäßig installierte Pakete: wireless-tools, wpasupplicant, iw, usbutils
  • Fex-Tools implementiert (bin2fex und fex2bin)
  • 8021q VLAN Modul aktiviert (nicht konfiguriert)

Alle Änderungen im Detail findet man im Changelog von Bananian Linux:
https://dev.bananian.org/changelog_page.php?version_id=11

Bananian Linux steht nun in der Version 15.01 zum Download auf der Entwicklerwebseite bereit. Wer momentan schon Bananian Linux in einer früheren Version installiert hat, kann mit dem Befehl bananian-update auf die aktuelle Version updaten.

Solltet ihr noch Bananian Linux in der Version 14.08 verwenden, dann findet ihr unter https://www.bananian.org/upgrade alle Informationen zum Update auf die neuste Version.

Bananian Linux ist ein vorinstalliertes Debian 7 (wheezy) Image, dass speziell für den Banana Pi optimiert wurde. Das System verwendet die von Debian wheezy bereitgestellten ARMhf Repositorien, ist aber nicht von Raspbian abhängig. Sowohl der Kernel, als auch der Bootloader (u-boot) sind an den Pi angepasst.

Mit Bananian fokussieren die Entwickler ein minimal gehaltenes System, dass sich durch einen einfachen Unterbau, eine gute Performance und maximale Sicherheit auszeichnet. Dadurch können Ressourcen effizienter für Anwendungen eingesetzt werden.

Insgesamt bildet das OS eine solide Grundlage für einen Server im Heimnetzwerk, ownCloud und diverse weitere Anwendungen.

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Banana Pi: DS1820 Temperatursensor 1-Wire auslesen

Banana Pi und Temperatursensor DS1820
Banana Pi und Temperatursensor DS1820

Der Einplatinencomputer Banana Pi ist mit einer Vielzahl an Schnittstellen ausgestattet und eignet sich daher für die verschiedensten Projekte. Eine besondere Stärke des Pi ist die freie Programmierung Nutzung der GPIO-Pins. Der Banana Pi unterstützen außerdem eine Reihe von gängigen Bussystemen. Dadurch können verschiedene kompatible Geräte über ein Leitungssystem mit unterschiedlichen Befehlen angesteuert werden. Das sogenannte 1-wire Bussystem ist ein möglicher Bus, den der Pi unterstützt. Bei diesm findet der Datenaustausch über eine Signalleitung statt.

Temperatursensor DS1820

Ein beliebtes Projekt unter den Pi-Anwendern ist die Messung der Raum- und Außentemperatur mit Hilfe des Temperatursensors DS1820. Verwandte Temperatursensoren sind der DS18S20 und DS18B22. Die integrierten Schaltkreise sind in einem TO-92 Gehäuse untergebracht und beinhalten den Temperatursensor, einen Analog-Digitalwandler und ein 1-wire Interface. Die genannten Sensoren unterscheiden sich prinzipiell im Preis und der Messgenauigkeit. Für unsere Anleitung verwenden wir den dreibeinigen Temperatursensor DS1820:

  • Pin 1: GND, Masse
  • Pin 2: DQ, Daten
  • Pin 3: VDD, Betriebsspannung
DS1820 (Bild: kompf.de)
DS1820 (Bild: kompf.de)

Schaltungsaufbau Temperatursensor DS1820

Der Temperatursensor wird mit einer Betriebsspannung (Pin 3) zwischen 3 und 5 Volt betrieben. Aus diesem Grund verbinden wir Pin 3 des Sensors mit dem 3,3 Volt-Pin des Banana Pi. Außerdem wird der Ground-Pin (Pin 1) des Sensors mit einem Ground-Pin am Pi verbunden (Pin 9), sowie die Datenleitung DQ (Sensor Pin 2) mit dem GPIO Pin 4.

Zwischen die Datenleitung und die 3,3 Volt Spannungsversorgung schalten wir einen 4k7 Ohm Widerstand. Weitere Temperatursensoren können auf gleichem Weg parallel über den 1-wire Bus angeschlossen und ausgelesen werden. Insgesamt ist nur ein 4k7 Ohm Wiederstand notwendig. Das GPIO-Headerlayout kann hier nachgelesen werden.

DS1820 Ansteuerung
DS1820 Ansteuerung

Empfehlung: Solltet ihr öfters Basteln und verschiedene Schaltungen aufbauen, dann lohnt es sich von verschiedenen Bauteilkategorien Sets zu holen: Widerstandsset, Led-Set, Kondensator Sortiment

Software: Vorbereitung

Nachdem die Hardware ordnungsgemäß mit dem Banana Pi verbunden ist kann das Auslesen der Temperatur beginnen. Dazu installieren wir zunächst ein Softwarepaket, mit welchem wir den 1-Wire Bus zugänglich machen.

sudo apt-get install git
git clone https://github.com/linux-sunxi/sunxi-tools
cd sunxi-tools
make

Im nächsten Schritt wird die binäre Konfigurationsdatei script.bin bearbeiten. Diese Datei wird vom Allwinner SoC verwendet und liegt im Verzeichnis /boot/bananapi/. Mit dem gerade heruntergeladenem Tool laden wir aus der binären Datei eine fex-Datei.

sudo /home/bananapi/sunxi-tools/bin2fex script.bin bananapi.fex

Die fex-Datei bearbeiten wir im Anschluss mit dem Editor nano.

sudo nano bananapi.fex

Am Ende der Datei fügen wir folgenden Inhalt ein.

[w1_para]
gpio = 4

Anschließend können wir die Datei schließen und wandeln die bearbeitete fex-Datei zurück in die binäre Datei script.bin. Damit die Einstellungen übernommen werden ist ein Neustart notwendig.

sudo /home/bananapi/sunxi-tools/fex2bin bananapi.fex script.bin
sudo reboot

Software: Auslesen des DS1820 1-wire

Zum Auslesen der Temperatur eines Sensors am 1-Wire Bus müssen wir den entsprechenden Sensor selektiere. Wie in der Schaltung oben gezeigt können mehrere Sensoren angeschlossen sein. Zur Identifikation besitzt jeder Temperatursensor einen vom Hersteller eindeutig vergebenen Code. Jeder angeschlossene Sensor bekommt im Verzeichnis /sys/bus/w1/devices/ sein eigenes Unterverzeichnis. Innerhalb des Verzeichnisses eines Sensor findet man immer die Datei w1_slave. Mit dem cat Befehl können wir daraus (via Terminal) die Temperatur auslesen. Wie das geau funktioniert wird nun nochmal Schritt für Schritt beschrieben.

Zum Ermitteln der Identifikationsnummer und des entsprechenden Verzeichnisses wechseln wir zunächst in das Verzeichnis /sys/bus/w1/devices/ und lassen uns dort alle drin befindlichen Ordner und Dateien anzeigen.

cd /sys/bus/w1/devices/
ls

In meinem Fall habe ich einen Sensor angeschlossen mit der Identifikationsnummer 10-000802b5ab54. Anschließend wechseln wir in das gleichnamige Verzeichnis. Dort sehen wir das die genannte Datei w1_slave vorhanden ist.

cd /sys/bus/w1/devices/10-000802b5ab54
ls

Mit dem cat Befehl lesen wir anschließend die Datei und damit die momentane Temperatur aus. Es ergibt sich insgesamt folgender Verlauf und die im Bild dargestellte Ausgabe.

cat /sys/bus/w1/devices/10-000802b5ab54/w1_slave

Sreenshot Temperatur DS1820
Sreenshot Temperatur DS1820

Am Ende der Ausgabe finden wir die Angabe t=18687. Teilen wir diese Zahl durch 1000 ergibt sich eine aktuelle Temperatur von 18,687 °C.

Temperaturdaten mit PHP verarbeiten

Jetzt wo wir wissen wie man die Temperatur mit dem Sensor DS1820 ermittelt, kann man dies in vielen Varianten und Programmiersprachen umsetzen. An dieser Stelle möchte ich zeigen wie man mittels PHP die Temperatur auslesen und anschließend weiterverarbeiten könnte. Die Weiterverarbeitung der Temperatur in Form von einem Datenlogger mit einer Datenbank und einem entsprechendem Webinterface ist möglich und mit wenig Aufwand realisierbar. Vorraussetzung für eine Lösung mit PHP ist ein eingerichteter Webserver, wie zum Beispiel der Apache, mit den entsprechenden PHP Modulen.

Das auslesen der Temperatur kann in PHP mit folgenden Zeilen erledigt sein. Im Webinterface sollte damit die aktuelle Temperatur in °C ersichtlich werden.

<?php

$temp = exec('cat /sys/bus/w1/devices/10-000802b5ab54/w1_slave |grep t=');
$temp = explode('t=',$temp);
$temp = $temp[1] / 1000;
$temp = round($temp,2);

echo $temp . " &#x00B0;C";

?>

Ursprünglich und in ähnlicher Weise wurde das Tutorial auf Einplatinencomputer veröffentlich.

Quellen: linuxx.eu, Bild DS1820: kompf.de

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Banana Pi: Taskmanager Htop installieren

Um den Banana Pi und die darauf ausgeführten Anwendungen im Blick zu behalten, kann man den vom OS bereitgestellten Taskmanager nutzen. Das Graphical User Interface gibt dabei umfassende Informationen zu Tasks und ähnlichem.

Viele Anwender betreiben den Pi jedoch headless, sodass meistens nur die Kommandozeile bzw. SSH genutzt wird. Mit dem Taskmanager Htop hat man die Möglichkeit via Terminal diverse, aktuelle Systemdaten auslzulesen. Dazu gehören unter anderem:

  • CPU Auslastung
  • Uptime
  • Ram
  • Swap

Wie Ihr das Tool instlliert erkläre ich euch im Folgenden. Zum installieren von Htop geben wir folgenden Befehl im Terminal ein:

sudo apt-get install htop

Nach einem kurzen Augenblick ist die Installation abgeschlossen. Das wars auch schon, mehr ist an dieser Stelle nicht mehr zu tun.

Der Taskmanager kann jederzeit mit folgendem Befehl gestartet werden:

htop

Für den Einplatinencomputer Raspberry Pi funktioniert diese Anleitung ebenfalls.

Screenshot htop
Screenshot htop

Quelle: Jan Karres

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Banana Pro: Raspberry Pi Alternative mit WLAN

Der im März 2014 erschienen Banana Pi ist gegenüber dem Raspberry Pi eine leistungsstärkerer Einplatinencomputer. Nur 7 Monate später hat die chinesische Bildungsinitiative LeMaker eine überarbeitete Version namens Banana Pro angekündigt und veröffentlicht. Das neue Board bringt im Vergleich zum britischen Pi, als auch gegenüber seinem Vorgänger einige interessante Features mit.

Banana Pro (Foto: lemaker.org)
Banana Pro (Foto: lemaker.org)

Die Hardware im Detail

Der Banana Pro ist mit einem ARM Cortex-A7 Dual-Core Prozessor ausgestattet und arbeitet wie der Banana Pi im 1 GHz Takt. Im Vergleich zu dem im Raspberry Pi verbautem Broadcom-Chip BCM2835 mit 700 MHz ist dieser deutlich leistungsfähiger.

Auch in Sachen Arbeitsspeicher und Grafik bietet der Banana Pro mit 1 GByte RAM und dem integrierten Mali-400-Chip wesentlich mehr. Die Netzwerkanbindung unterstützt eine Datenrate von 1 GBit/s.

An den Anschluss- und Kommunikationsmöglichkeiten sind beim Banana Pro gegenüber dem Banana Pi einige Neuerungen zu verzeichnen: Der Banana Pro bietet neben der Ethernetschnittstelle ein WLAN-Modul on Board und unterstützt den IEEE Standard 802.11b/g/n. Eine Bluetooth Verbindung ist nach wie vor optional.

Weiterhin wurde der SD-Kartenslot durch einen Mikro-SD-Kartenslot abgelöst und das headerlayout von 26 Pins auf 40 Pins erhöht. Damit hat der Banana Pro den gleichen Pin-Header wie der Raspberry Pi im Modell B+. Mit den bereitstehenden 40 Pins lassen sich 28 als GPIOs nutzen und unterstützen Funktionen wie UART, I2C, SPI, PWM, CAN, I2S, S/PDIF, LRADC, ADC, Line-in, FM-in und HP-in.

Wie auch schon beim Banana Pi ferfügt der Banana Pro über zwei USB 2.0 Anschlüsse, einen Mikro-USB- und USB 2.0 OTG-Port, eine Audiobuchse, HDMI- und AV-Video-Ausgang und eine SATA 2.0-Schnittstelle für eine entsprechend kompatible Festplatte.

Außerdem ist ein Infrarot-Empfänger, ein CSI Connector für ein Kameramodul, On-Board Mikrofon und eine TTL-Schnittstelle zum Debuggen auf dem Einplatinencomputer untergebracht. Auf dem Board befindet sich eine LED-Anzeige für Power- und Netzwerkstatus. Mit 92mm x 60mm ist der Banana Pro etwas größer als der Raspberry Pi.

Banana Pro, Banana Pi und Raspberry Pi im Vergleich

 Banana PiRaspberry Pi Model B+Banana Pro
ProzessorA20 ARM Cortex-A7 Dual-Core , 1 GHzARM1176JZF-S,
700 MHz
A20 ARM Cortex-A7 Dual-Core , 1 GHz
GrafikARM Mali400MP2Broadcom VideoCore IVARM Mali400MP2
Arbeitsspeicher1GB DDR3 SDRAM512 MB SDRAM1GB DDR3 SDRAM
Stromversorgung5 Volt MicroUSB5 Volt MicroUSB5 Volt MicroUSB
USB 2.0
Anschlüsse
242 + 1 Mikro USB OTG
Netzwerk10/100/1000 MBit Ethernet10/100 MBit Ethernet10/100/1000 MBit Ethernet

WLAn 802.11b/g/n
SpeicherSD/MMC-Kartenslot
(max. 64 GB)

SATA (max. 2TB)
SD/MMC-Kartenslot
(max. 128 GB)
Mikro-SD-Kartenslot

SATA 2.0
VideoausgabeHDMI, CVBS , LVDS/RGB, Composite VideoHDMI, S-VideoHDMI, CVBS , LVDS/RGB,
Composite Video via 3,5 mm Klinke
AudioausgangHDMI, 3,5 mm KlinkeHDMI, 3,5 mm KlinkeHDMI, 3,5 mm Klinke
AudioeingangMikrofon-Mikrofon
GPIO-Pins26 GPIO Pins

UART, I2C, SPI, CAN-Bus, ADC, PWM
40 GPIO Pins

SPI, I2C, UART
40 GPIO Pins

UART, I2C, SPI, PWM, CAN, I2S, SPDIF, LRADC, ADC, LINE-IN,FM-IN,HP-IN
Weitere SchnittstellenInfrarot-Empfänger

CSI Connector für Kameramodul
-Infrarot-Empfänger

CSI Connector für Kameramodul
LEDPower Status LED (rot)

Netzwerk Status LED (blau)

Benutzerdefinierte LED (grün)
Power Status LED

Netzwerk Status LEDs
LED-Anzeige für Netzwerk und Power
ButtonsReset, Power, UBoot-Reset, Power, UBoot

Wo kann man den Banana Pro kaufen?

Banana Pi: LibreOffice installieren

Auf Grund des leistungsstarken DualCore Prozessors mit einem Takt von 1 GHz und 2 Gigabyte Arbeitsspeicher kann der Banana Pi vielfältig eingesetzt werden. Im Bereich der Textverarbeitung verwendet man wohl primär die Editoren nano oder leafpad zum erstellen und bearbeiten von Quelltexten.

Für diverse Office-Arbeiten kann der Banana Pi aber ebenfalls genutzt werden. Ein bekanntes Schreibprogramm ist LibreOffice. Mit folgendem Befehl kann das LibreOffice auf den Pi installiert werden.

sudo apt-get install libreoffice -y

Ist die Installation abgeschlossen bedarf es keiner zusätzlichen Konfiguration. Im Desktopmoduk kann LibreOffice über das Startmenü geöffnet werden.
LibreOffice ist ein frei Zusammengestelltes Office-Paket. Es beinhaltet Programme zur Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation und zum Erstellen von Zeichnungen. Außerdem ist ein Datenbankmanagementsystem und ein Formeleditor enthalten.

Screenshot Raspbian
Screenshot Raspbian

Quelle: Wikipedia

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Teamspeak Alternative: Mumble Server auf dem Pi installieren

Die IP-basierte Sprachübertragung, kurz VoIP, umfasst die Telefonie über Computernetzwerke und gewinnt immer mehr an Bedeutung. Besonders in der Gaming-Szene ist die Sprachkonferenzsoftware Teamspeak weit verbreitet. Da aber Teamspeak auf Grund der Prozessor Architektur nicht auf dem Pi lauffähig ist, zeigen wir dir wie du einen Mumble Server auf deinem Banana Pi installierst.

Mumble ist ebenfalls eine freie Sprachkonferenzsoftware und optimal für den Einsatz parallel zu einem Online-Spiel. Das Tool zeichnet sich besonders durch eine niedrige Latenzzeit und gute Audioqualität aus. Der Mumble Client kann hier heruntergeladen werden.

Zunächst bringen wir unser System auf den neusten Stand.

sudo apt-get update && sudo apt-get upgrade

Kennt unser Pi alle aktuellen Pakektinformationen können wir die Installation vom Mumble Server starten.

sudo apt-get install mumble-server

Die Installation nimmt einen Augenblick in Anspruch. Ist diese abgeschlossen können wir eine erste Konfiguration vornehmen.

sudo dpkg-reconfigure mumble-server

Folgende Einstellungen sind empfehlenswert:

  • Autostart: Mumble Server beim Booten Starten? Yes
  • Der Mumble Server darf eine höhere Priorität nutzen? Yes
  • Passwort für den Super-User: beliebiges Passwort

Ist die Konfiguration abgeschlossen, können wir in einer Konfigurationsdatei unteranderem den Port und die Slotanzahl des Voice over IP Servers festlegen.

sudo nano /etc/mumble-server.ini

  • welcometext – Nachricht die dem Benutzer beim connecten angezeigt wird
  • users – Slotanzahl (maximale Anzahl an Benutzern auf dem Server)
  • port=64738 – Port unter dem der Server erreichbar ist, Standardport = 64738
  • registerName – Name des Haupt- bzw. Root-Kanals
Screenshot Mumble Konfiguration
Screenshot Mumble Konfiguration

Weitere Einstellungen können hier nachgelesen werden. Mit der Tastenreihenfolge Strg + X, Y und Enter wird die Datei gespeichert.

Abschlieend starten wir den Mumble Server neu, damit alle Einstellungen übernommen werden.

sudo /etc/init.d/mumble-server restart

Der Mumble Server ist nun vollständig auf dem Pi installiert und kann verwendet werden. Der Client muss neben der Software über ein Mikrofon verfügen. Neben den kabelgebundenen Headsets kann ich Bluetooth Kopfhörer und Bluetooth Headsets> empfehlen.

Quellen (Stand: 23.11.14): Einplatinencomputer, Wikipedia

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Bananian Linux Version 14.11 veröffentlicht

Auf der Webseite von Bananian Linux wurde kürzlich die Version 14.11 des leichtgewichtigen Betriebssystems veröffentlicht. Neben einigen Verbesserungen und Bugfixes fand ein Update des Kernels auf Version 3.4.104 statt. Alle weiteren Verbesserungen sind in der folgenden Übersicht zusammengefasst.

Bananian Linux Logo, Foto: bananian.org
Bananian Linux Logo, Foto: bananian.org
  • Update des Linux Kernels auf Version 3.4.104
  • Verbesserung der Fex Konfiguration: Einige Geräte booteten nicht, wenn OTG aktiviert war
  • 2 neue Shellfunktionen zum Auslesen der Thermosensoren vom A20 SoC und der AXP209 PMU
  • Fehler in der übermäßigen VLAN Protokollierung wurde behoben
  • CONFIG_FHANDLE=y zur Kernel-Konfiguration hinzugefügt (notwendig für Debian 8/Jessie)
  • Hardware Modul Watchdog hinzugefügt
  • Unterstützung von Banana Pro und OLinuXIno-LIME2 (https://www.bananian.org/hardware)

Alle Neuerungen im Detail findet man hier:
https://dev.bananian.org/changelog_page.php?version_id=6

Bananian Linux steht nun in der Version 14.11 zum Download auf der Entwicklerwebseite bereit. Wer momentan schon Bananian Linux in der Version 14.09 installiert hat, kann mit dem Befehl bananian-update auf die aktuelle Version updaten.

Solltet ihr noch Bananian Linux in der Version 14.08 verwenden, dann findet ihr unter https://www.bananian.org/upgrade alle Informationen zum Update auf die neuste Version.

Bananian Linux ist ein vorinstalliertes Debian 7 (wheezy) Image, dass speziell für den Banana Pi optimiert wurde. Das System verwendet die von Debian wheezy bereitgestellten ARMhf Repositorien, ist aber nicht von Raspbian abhängig. Sowohl der Kernel, als auch der Bootloader (u-boot) sind an den Pi angepasst.

Mit Bananian fokussieren die Entwickler ein minimal gehaltenes System, dass sich durch einen einfachen Unterbau, eine gute Performance und maximale Sicherheit auszeichnet. Dadurch können Ressourcen effizienter für Anwendungen eingesetzt werden.

Insgesamt bildet das OS eine solide Grundlage für einen Server im Heimnetzwerk, ownCloud und diverse weitere Anwendungen.

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