Seafile installieren

In diesem Tutorial stellen wir die OwnCloud Alternative Seafile vor. Im Vergleich zu OwnCloud umfasst Seafile zwar etwas weniger Funktionen, bringt dafür aber auch sein eigenes Webinterface mit und ist performanter. Das bedeutet, dass kein Webserver vorinstalliert sein muss. In Sachen Sicherheit ist zu sagen, dass der Synchronisationsdienst von Seafile verschlüsselt abläuft (Clientside Encryption AES 256/CBC).

Für dieses Tutorial verwenden wir Raspbian für den Banana Pi. Unter einer vergleichbaren Distribution ist die Installation analog.

Vorbereitung

Zu Beginn bringen wir unser System auf den aktuellsten Stand. Dadurch arbeiten wir immer mit den aktuellsten Paketen

sudo apt-get update

Anschließend installieren wir alle von Seafile benötigten Pakete.

sudo apt-get -y install python2.7 python-setuptools python-simplejson python-imaging sqlite3

Für Seafile legen wir außerdem einen eigenen Benutzer seafile an.

sudo adduser seafile
sudo su seafile

Da Seafile keinen Webserver benötigt, kann ein eventuell installierter und nicht verwendeter Webserver abgeschalten werden. Dies Schritt ist optional und kann mit rcconf realisiert werden.

sudo apt-get install rcconf

Das Tool wird gestartet mit sudo rcconf. In der angezeigten Übersicht navigieren wir zu dem nicht benötigtem Webserver und deaktiveren diesen mit der Leertaste. Dabei verschwindet das Sternchen.

Seafile installieren

Zum installieren von Seafile wechseln wir zunächst in das Verzeichnis von unserem neuen Benutzer seafile.

cd /home/seafile

Nun laden wir die aktuelle Version von Seafile herunter und entpacken das Archiv. Die aktuellste Version kann unter dem Downloadbereich der Seafile Webseite ermittelt werden (zur Zeit Version 3.1.7).

wget https://bitbucket.org/haiwen/seafile/downloads/seafile-server_3.1.7_pi.tar.gz
tar -xvf seafile-server_3.1.7_pi.tar.gz

Da wir das Archiv nach dem Entpacken nicht mehr benötigen, kann dies gelöscht werden.

rm seafile-server_3.1.7_pi.tar.gz

Um Seafile einzurichten wechseln wir in das Verzeichnis, welches durch das Entpacken des Archives generiert wurde.

cd seafile-server-3.1.7

Anschließend starten wir den Installationskript von Seafile mit folgendem Befehl.

./setup-seafile.sh

Während der Installation von Seafile werden folgende Informationen erfragt. Ist alles angegeben werden eure Eingaben nochmal zusammengefasst. Dies kann mit Enter bestätigt werden.

  • Name für euren Seafile Server
  • Die IP-Adresse eures Pi´s, alternativ kann auch die DynDNS-Adresse angegeben werden
  • Ports mit Enter bestätigen für Standardeinstellungen; benutzerdefinierten Ports sind möglich
  • Speicherort: Angabe des vollständigen Pfades des Verzeichnisses, alternativ Pfad von eingebundem USB Stick oder Festplatte

Seahub installieren

Im letzten Teil wir noch das Webinterface Seahub installiert. Dies nimmt das Installationsskript direkt im Anschluss vor. Während der Installation werdet ihr nach einer Mail-Adresse und einem Passwort gefragt. Dies sind die Nutzerdaten für den Administrator bzw. für den Zugang zum Webinterface.

Den Seafile-Server, sowie Seahub starten wir mit folgenden Befehlen.

./seafile.sh start
./seahub.sh start

In einem Webbrowser eurer Wahl könnt ihr nun die IP-Adresse bzw. die DynDNS-Adresse aufrufen und euch mit den gerade vergebenen Daten anmelden. Wichtig ist dabei, dass ihr den Port 8000 mit übergebt.

http://IP_RPI:8000

Abschließend nehmen wir noch eine Einstellung bezüglich des Autostarts von Seafile vor. Momentan startet der Cloud Dienst nicht von alleine nach einem Systemstart.

crontab -e

Dort fügen wir die folgenden beiden Zeilen ein.

@reboot /home/seafile/seafile/seafile-server/seafile.sh start
@reboot /home/seafile/seafile/seafile-server/seahub.sh start 8000

Quellen (Stand:18.11.14): canox.net, forum-raspberrypi.de

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