Android auf SD-Karte installieren

Der Einplatinencomputer Banana Pi unterstützt neben den Betriebssystemen Raspbian und Ubuntu auch Android. Wie man ein OS auf einer SD-Karte installiert wurde bereits im Artikel Quick Start erklärt. Die Installation von Android sieht aber etwas anders aus.

Im Folgenden zeige ich dir, wie du Android auf deine Speicherkarte bringst und was du dazu alles benötigst.

1. Android und PhoenixCard herunterladen

Zunächst laden wir uns das Android Image von lemaker.org herunter: Download

Da die Installation mit dd-Kommandos unter Linux, als auch die Verwendung von Win32 Disk Imager unter Windows nicht funktioniert, benötigen wir das Programm PhoenixCard. Dieses kann hier heruntergeladen werden.

PhoenixCard ist eine Win32-Anwendung von Allwinner. Diese konvertiert ein Image zur einer bootfähigen, selbstinstallierenden SD-Karte.

2. Android auf SD-Karte schreiben

Als erstes formatieren wir die SD-Karte. Dazu starten wir das Programm PhoenixCard und wählen in der Programmoberfläche unter DiskCheck unsere SD-Karte aus. Über den Punkt Img File wählen wir das Android Image aus, welches wir zu Beginn heruntergeladen haben.

Im Bereich Write Mode sollte Startup ausgewählt sein. Jetzt können wir die Speicherkarte formatieren. Dazu klicken wir auf den Button Format to Normal.

PhoenixCard
PhoenixCard

Ist die Formatierung abgeschlossen, können wir über den Button Burn das Android Image auf die SD-Karte schreiben. Dies kann einige Minuten dauern. Ist der Schreibvorgang beendet kann die SD-Karte aus dem Computer genommen werden.

Zusammenfassung

  • Download Android Image
  • Download PhoenixCard
  • Phoenixcard starten
  • Einstellungen: DiskCheck: Speicherkarte auswählen, Img File: Android Image auswählen, Write Mode: Startup
  • SD-Karte formatieren: Button Format to Normal
  • Android Image auf SD-Karte schreiben: Button Burn

Erster Start

Jetzt kann die beschriebene SD-Karte in den Banana Pi gesteckt werden. Nach dem Anschluss von Monitor, Tastatur und Steckernetzteil startet der Banana Pi. Der erste Start von Android dauert eine ganze Weile, bis letztendlich der Startbildschrim erscheint.

Android 4.2 für den Banana Pi, Image V2.0
Android 4.2 für den Banana Pi, Image V2.0

Quellen (Stand 30.07.2014): Lemaker Wiki, Lemaker Forum, linux-sunxi.org

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Quick Start

In diesem Beitrag wird gezeigt wie man in wenigen Minuten seinen Banana Pi in Betrieb nehmen kann und was man dabei beachten sollte. Neben dem Anschluss eines Monitors, sowie Maus und Tastatur, muss ein Betriebssystem auf der SD-Karte installiert werden.

  • Was braucht man alles?
  • Die SD-Karte vorbereiten
  • Erster Start

Was braucht man alles?

Um den Banana Pi nutzen zu können braucht man einige Dinge. Diese werden im Folgenden vorgestellt.

SD-Karte

Auf der SD-Karte wird das Betriebsystem für den Banana Pi installiert und Benutzerdaten gespeichert. Die Speicherkarte sollte mindestens 4 GB groß sein (besser 8 GB oder mehr) und die Klasse 4 besitzen. Dabei signalisiert die Klasse einer SD-Karte die Geschwindigkeit beim Datenschreiben. In diesem Fall arbeitet eine SD-Karte mit der Klasse 4 mit einer Schreibgeschwindigkeit von 4 MB/s.

HDMI und AV-Video Kabel

Um direkt am Banana Pi arbeiten zu können, muss dieser mit einem Monitor verbunden werden. Der Banana Pi hat eine HDMI-Schnittstelle und einen AV-Video Ausgang. Über die HDMI-Buchse kann man mit Hilfe eines HDMI zu HDMI oder einem HDMI zu DVI Kabel einen Monitor anschließen. Die AV-Video Schnittstelle ermöglicht es ein TV-Gerät zu nutzen.

Steckernetzteil

Zur Stromversorgung benötigt man ein microUSB-Steckernetzteil. Dieses sollte bei 5 Volt mindestens 1 Ampere unterstützen um den Banana Pi versorgen zu können. Ein leistungsstärkeres Steckernetzteil ist, je nach Einsatzgebiet des Banana Pi, zu empfehlen.

Ein Handyladekabel mit microUSB kann ebenfalls verwendet werden. Jedoch sollte man überprüfen, ob dieses 1 Ampere hergibt. Diese Information kann man für gewöhnlich auf dem Steckernetzteil direkt ablesen.

Maus und Tastatur

Prinzipiell kann jede Maus und jede Tastatur mit einem USB-Anschluss verwendet werden. Funktionsumfangreichere Eingabegeräte wie zum Beispiel eine Gaming Tastatur kann unter Umständen extra Treiber benötigen.

Außerdem sollte man darauf achten das der Strom von einer USB-Schnittstelle begrenzt ist. Dazu kommt, dass Tastaturen relativ viel Strom ziehen können. Um den Banana Pi nicht zu beschädigen ist der EInsatz eines USB-Hubs mit extra Stromversorgung empfehlenswert.

Netzwerkkabel

Um den Banana Pi zu starten muss dieser nicht zwingend mit dem Heimnetzwerk bzw. Internet verbunden sein. Für spätere Anwendungen, z.B. die Nutzung des SSH-Dienstes oder Updates muss der Pi vernetzt sein. Dazu benötigt man ein Ethernet-Kabel. Dieses wird mit der RJ45 Buchse verbunden.

Sound

Wer mit dem Banana Pi Musikdateien abspielen will oder andere Multimedia Anwendungen nutzen möchte, hat die Möglichkeit den Sound über die 3,5 mm Klinken-Buchsen zu verarbeiten. Entweder kann man direkt Kopfhörer anstecken oder z.B. über ein Klinke zu Cinch Kabel das Audiosignal auf den Eingang eines anderen Wiedergabegerätes zu legen.

Die SD-Karte vorbereiten

Um den Banana Pi nutzen zu können muss ein Betriebssystem deiner Wahl auf der SD-Karte installiert werden. Unter lemaker.org werden die Image-Dateien von verschiedenenen Systemen zum Download angeboten. Wie man das gewählte OS auf der SD-Karte installiert, wird für Windows und Linux Systeme im nachfolgenden erklärt. Diese Anleitung funktioniert mit den meisten Betriebssystemen. Bei der Installation von Android muss jedoch anders vorgegangen werden. Eine Schritt für Schritt Anleitung findet man im Betrag Android auf SD-Karte installieren.

Windows

  • Stecke deine leere SD-Karte in den Computer
  • SD Formatter herunterladen und entpacken
  • setup.exe ausführen und SD Formatter installieren, anschließend starten
  • unter Drive die zu formatierende SD-Karte auswählen

    sdf1

  • Unter Option FORMAT TYPE: QUICK und FORMAT SIZE ADJUSTMENT: ON

    sdf2

  • Über den Button Format die Formatierung der SD-Karte starten
  • Betriebssystem herunterladen und entpacken
  • Win32 Disk Imager herunterladen, installieren und starten
    win32diskimager
  • entpacktes OS-Image und SD-Karte auswählen
  • mit dem Button Write das Schreiben des OS auf die SD-Karte starten

Linux

  • SD-Karte überprüfen fdisk –l
  • alle Partitionen der Speicherkarte aushängen: fdisk /dev/sdx
  • SD-Karte konfigurieren: sudo fdisk /dev/sdx, mit o alle Partitionen löschen, mit n eine neue Partition erstellen und mit w die Einstellungen speichern
  • neue Partition in FAT32 formatieren: sudo mkfs.vfat /dev/sdx1
  • Betriebssystem herunterladen
  • OS-Image entpacken: unzip [pfad]/[datei], wenn Dateiendung .tgz ist, dann den Befehl tar zvxf [pfad]/[datei] ausführen
  • alle Partitionen aushängen: umount /dev/sdxx
  • mit dem Befehl sudo dd bs=4M if=[pfad]/[datei] of=/dev/sdx wird das Schreiben des OS-Images auf die Speicherkarte gestartet

Erster Start

Das Betriebssystem deiner Wahl ist jetzt auf der SD-Karte installiert und bereit für den ersten Start. Dazu wird die Speicherkarte in den Banana Pi gesteckt und alle anderen Geräte wir Monitor, Tastatur und Netzwerk werden über die vorgestellten Schnittstellen und Kabel verbunden.

Quellen (Stand: 29.07.2014): lemaker.org, lemaker.org Wiki

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Gehäuse

Der Banana Pi ist jetzt schon einige Monate auf dem Markt und das Angebot an Zubehör beginnt zu wachsen. Artikel wie SD-Karten und Steckernetzteile gibt es in diversen Variatonen und von unterschiedlichen Herstellern. Diese Produkte gibt es schon lange im Handel und können universell eingesetzt werden.

Wer also schon ein Steckernetzteil für seinen Raspberry Pi hat, kann dies für den Banana Pi verwenden. Der Raspberry Pi hat einen Stromverbrauch von etwa 3,5 Watt (5 Volt bei 700 mA). Ich empfehle jedoch für beide Pis ein Netzgerät zu verwenden, welches 2 A liefert. Somit ist man auch beim Betrieb von energieintensiveren Anwendungen bzw. Verwendungen auf der sicheren Seite.

Wer auf der Suche nach einem Gehäuse für seinen Banana Pi ist, findet mittlerweile die ersten Exemplare. Auf Grund der größeren Platine des Banana Pi und der damit veränderten Position der einzelnen Bauelemente sind die meisten Raspberry Pi Gehäuse inkompatibel.

Auf Amazon ist unteranderem ein Gehäuse für den Banana Pi von Allnet erhältlich. Das Gehäuse überzeugt mit einem schlanken, minimalen und transparenten Design. Alle Schnittstellen und Buchsen werden über entsprechende Aussparungen passgenau zugänglich gemacht. Dazu zählen auch Schlitze für ein Flachbandkabel für GPIO-Pins und ein SATA-Kabel. Das große Loch im Zentrum des Gehäuses kann für einzelne Verkabelungen genutzt werden. Außerdem dient es zu Belüftung der Platine.

Das Gehäuse gibt es auch direkt in Kombination mit einem Banana Pi und anderem Zubehör zu kaufen.
Wem ein transparentes Gehäuse nicht zusagt, der kann auch ein Kunststoffgehäuse in schwarz oder weiß erwerben.

Momentan ist die Auswahl an Gehäusen für den Banana Pi noch nicht so vielfälltig wie für den Raspberry Pi. Daher werde ich von Zeit zu Zeit über neue Produkte informieren.

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Unterstützte Betriebssysteme

Laut dem Hersteller lemaker.org unterstützt der Banana Pi die Betriebssysteme Android, Ubuntu, Debian und das beliebte Raspbian. Raspbian ist unter den Raspberry Pi Anwendern in der Regel die erste Wahl.

Unterstütze betriebssysteme
Unterstütze Betriebssysteme

Jedoch ist die Installation nicht so einfach wie der ein oder andere das vielleicht von seinem Raspberry Pi gewohnt ist. Prinzipiell ist zunächst ein Version einer Distribution nötig, welche an den Banana Pi angepasst ist. DIese sind auf der Herstellerseite zum Download verfügbar.

In dem Forum von lemaker.org wird dringend empfohlen eine hochwertige und schnelle SD-Karte einzusetzen. Gerade in Verbindung mit Lubuntu soll dies sehr hilfreich sein. Mit einer erfolgreichen Installation ist aber immer noch nicht alles getan: Beim Betrieb eines unmodifiziertem Ubuntu (Trusty Tahr) oder Lubuntu treten vermehrt Fehler auf.

Auf Grund des ARM-Prozessors im Banana Pi ist das Betriebssystem Android gut geeignet. Fedora hat sich ebenfalls auf den zum Einsatz kommenden Prozessor spezialisiert.

Quelle: aphilia.info

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