Bananian Linux Version 14.11 veröffentlicht

Auf der Webseite von Bananian Linux wurde kürzlich die Version 14.11 des leichtgewichtigen Betriebssystems veröffentlicht. Neben einigen Verbesserungen und Bugfixes fand ein Update des Kernels auf Version 3.4.104 statt. Alle weiteren Verbesserungen sind in der folgenden Übersicht zusammengefasst.

Bananian Linux Logo, Foto: bananian.org
Bananian Linux Logo, Foto: bananian.org
  • Update des Linux Kernels auf Version 3.4.104
  • Verbesserung der Fex Konfiguration: Einige Geräte booteten nicht, wenn OTG aktiviert war
  • 2 neue Shellfunktionen zum Auslesen der Thermosensoren vom A20 SoC und der AXP209 PMU
  • Fehler in der übermäßigen VLAN Protokollierung wurde behoben
  • CONFIG_FHANDLE=y zur Kernel-Konfiguration hinzugefügt (notwendig für Debian 8/Jessie)
  • Hardware Modul Watchdog hinzugefügt
  • Unterstützung von Banana Pro und OLinuXIno-LIME2 (https://www.bananian.org/hardware)

Alle Neuerungen im Detail findet man hier:
https://dev.bananian.org/changelog_page.php?version_id=6

Bananian Linux steht nun in der Version 14.11 zum Download auf der Entwicklerwebseite bereit. Wer momentan schon Bananian Linux in der Version 14.09 installiert hat, kann mit dem Befehl bananian-update auf die aktuelle Version updaten.

Solltet ihr noch Bananian Linux in der Version 14.08 verwenden, dann findet ihr unter https://www.bananian.org/upgrade alle Informationen zum Update auf die neuste Version.

Bananian Linux ist ein vorinstalliertes Debian 7 (wheezy) Image, dass speziell für den Banana Pi optimiert wurde. Das System verwendet die von Debian wheezy bereitgestellten ARMhf Repositorien, ist aber nicht von Raspbian abhängig. Sowohl der Kernel, als auch der Bootloader (u-boot) sind an den Pi angepasst.

Mit Bananian fokussieren die Entwickler ein minimal gehaltenes System, dass sich durch einen einfachen Unterbau, eine gute Performance und maximale Sicherheit auszeichnet. Dadurch können Ressourcen effizienter für Anwendungen eingesetzt werden.

Insgesamt bildet das OS eine solide Grundlage für einen Server im Heimnetzwerk, ownCloud und diverse weitere Anwendungen.

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Interview mit Bananian Linux Entwickler Nico Isenbeck

Bananian Linux Logo, Foto: bananian.org

Das Interview mit Nico Isenbeck, dem Projektleiter von Bananian Linux, ist der Start in eine neue Artikelserie. Thema des Interviews ist die Entstehung, Entwicklung und Zukunft von Bananian Linux. Dabei steht der aktuelle Release und das Feedback der Community im Vordergrund. Zu Beginn möchte ich mich gleich im Voraus bei Nico Isenbeck für die Beantwortung meiner Fragen bedanken!

Wie kam es zu Bananian Linux?

Ich habe bereits seit einigen Jahren einen Raspberry Pi als „Miniserver“ im Einsatz aber leider ist die Performance des RasPi dafür nicht mehr ausreichend und daher habe ich mich nach einer Alternative umgesehen, die etwas mehr Performance bietet aber dennoch wenig Strom verbraucht. So bin ich dann zu meinem ersten Banana Pi gekommen.
Nachdem der Banana Pi beschafft war, musste ich leider feststellen, dass keines der angebotenen Images meine Anforderungen an ein performantes, Debian basiertes Minimalsystem ohne grafische Oberfläche erfüllt. Da LeMaker die Kernel Sourcecodes auf GitHub veröffentlicht hat, habe ich mir dann einen Kernel und ein U-Boot kompiliert und drumherum ein Debian System nach meinen Anforderungen erstellt. Als es dann fertig war, erzählte ich einen Freund davon und der fragte sofort: „Warum veröffentlichst du das nicht?“ Ja, warum eigentlich nicht?

Also noch schnell ein Config-Tool (bananian-config) runtergehackt, eine kleine Webseite erstellt und fertig war Bananian Linux 14.08!

Wofür verwendest du deinen „Miniserver“ auf Basis des Banana Pi?

Der Banana Pi erfüllt bei mir die folgenden Aufgaben:

  • IPv6 Terminierung (6in4 Tunnel)
  • IPv6 Router (radvd)
  • WLAN Access Point (hostapd)
  • Monitoring System auf Basis von OMD/Nagios/check_mk (siehe auch https://www.bananian.org/omd)
  • Backup meines Smartphones über WLAN mit rsync

Was machst du, wenn du nicht gerade an Bananian Linux arbeitest?

Beruflich bin ich Systemadministrator bei einem kleinen Internetprovider und IT-Dienstleister in Hamburg. Dort verbringe ich rund 90 % der Arbeitszeit in der Linux Konsole und ab und an muss ich mich auch mal mit den Problemen der Windows Endanwender herumschlagen.

Aktuell liegt Bananian Linux in der Version 14.09 vor (Released 18.9.2014). Welche Neuerungen und Funktionalitäten umfasst die aktuelle Version von Bananian Linux?

Wie oben schon angedeutet war das erste Release von Bananian (14.08) eine mehr oder weniger spontane Aktion und ich hätte niemals mit so einem Erfolg gerechnet. Leider gab es auch noch einige schwerwiegende Bugs und Unschönheiten, die mit dem aktuellen Release geradegezogen wurden.
Die Details kann jeder im Changelog unter https://www.bananian.org/changelog nachlesen. Hier nur ein paar Details:

  • Bananian setzt nur noch eine 2 GB große SD Karte voraus. (vorher 4 GB)
  • der neue Kernel bringt viele interessante Details wie z.B. den Temperatursensor
  • der USB OTG Port ist standardmäßig aktiviert
  • der für die Grafikbeschleunigung reservierte Speicher ist freigegeben, so dass man ca. 970 MB des Arbeitsspeichers auch wirklich nutzen kann
  • die CPU taktet sich dynamisch zwischen 600 und 1000 Mhz

Welche Neuerungen kommen mit dem nächsten Release und wann erscheint dieser?

Das nächste Release wird ein Minor Update sein und die Versionsnummer 14.09 r2 tragen.
Nach derzeitigem Plan wird dies ein reines Kernel Update auf Version 3.4.103.
Die Kernel Konfiguration wird sich in diesem Zuge ebenfalls etwas verändern:
Das Dateisystem XFS wird Einzug halten und VLAN Logging deaktiviert.
Den „Allwinner Security System Cryptographic Accelerator“ hoffe ich auch bereits im nächsten Release unterstützen zu können. Dieser bietet Hardwarebeschleunigung für diverse Cryptofunktionen, unter anderem SSH. Das Release ist für Ende Oktober/Anfang November geplant. Bestehende Installationen lassen sich bequem über bananian-update aktualisieren.

Wie sieht die Roadmap langfristig aus und wo steht Bananian Linux in der Zukunft?

Ob es dieses Jahr noch ein weiteres Major Update geben wird, vermag ich derzeit noch nicht zu sagen. Die Community ist aber sehr aktiv und bringt jede Menge Verbesserungsvorschläge ein. Daher kann ich zu diesem Zeitpunkt auch noch keine verbindliche Aussage dazu treffen.

Ihr seid alle aufgefordert euch daran zu beteiligen!
Das offizielle Forum, gehostet von LeMaker, ist der richtige Ort dafür. Wer mir persönlich etwas mitteilen möchte, findet dazu auf der offiziellen Projektwebseite die nötigen Kontaktinformationen.

Zwei Dinge werden sicher Einzug in das nächste Release finden:
Das ext4 Journaling auf der SD Karte wird deaktiviert (verlängert die Lebensdauer der Karte) und es wird ein Bananian apt Repository geben, über das die Bananian Pakete und Updates verteilt werden.

Inwieweit arbeitest du mit den Banana Pi Machern von lemaker.org zusammen?

Bananian Linux ist ein offizieller Partner von LeMaker und ich werde mit Informationen und Hardware-Samples versorgt. Eine finanzielle Unterstützung erfolgt nicht, Bananian ist eine herstellerunabhängige Distribution. Einzig die Community und in letzter Instanz das Bananian Team entscheidet, wohin die Reise geht. Ich lege auch sehr viel Wert darauf, dass dies so bleibt.

Ist es möglich / erdenklich, dass Bananian Linux zu einem späteren Zeitpunkt auf anderen Einplatinencomputern läuft?

Grundsätzlich ja. Insbesondere weitere Allwinner A20 Systeme würden sich dafür anbieten. Derzeit gibt es aber weder Pläne noch irgendwelche Tests in diese Richtung. Wir haben derzeit mit dem Banana Pi schon genug zu tun.

Welches Feedback erlangt Bananian Linux gegenwärtig von der Community?

Die Community ist mittlerweile recht aktiv. Leider ist dies von außen nicht unbedingt ersichtlich, da sich die Aktivitäten über mehrere Bereiche verteilen. Da wäre zum einen das LeMaker Forum, der Bugtracker und unsere E-Mail Adresse, über die sehr viel Feedback reinkommt.

Welche Thematiken werden zur Zeit primär von den Bananian Linux Anwendern erfragt / angesprochen?

Interessanterweise fragen viele Anwender nach eine grafischen Oberfläche. Ich kann hier aber direkt klarstellen, dass Bananian keine grafische Oberfläche erhalten wird. Bananian ist primär eine Serverdistribution und für den Headless Betrieb ausgelegt. Wer es dennoch als Desktop OS nutzen möchte, kann dies gerne tun und sich ein Desktop Environment nach Wunsch installieren.
Die folgende Seite ist ein hervorragender Einstiegspunkt in das Thema: https://wiki.debian.org/DesktopEnvironment

Angefragt wird zudem ein Image auf Debian 8 „Jessie“ Basis. Nach dem offiziellen Jessie Release wird selbstverständlich auch Bananian Linux aktualisiert und Jessie als Basis verwenden. Wer Jessie jetzt schon ausprobieren möchte, ändert die Paketquellen (sources.list) und macht ein dist-upgrade. Dies wird derzeit aber noch nicht empfohlen und passiert selbstverständlichauf eigenes Risiko.

Viel Ärger macht uns die Entscheidung den USB OTG Port standardmäßig zu aktivieren. Dadurch lässt sich dieser Port nicht mehr zum Stromversorgung nutzen. Leider ist vielen Anwendern nicht bewusst, dass es einen Unterschied zwischen den beiden Micro USB Ports gibt. Ein entsprechender Eintrag ist aber bereits in den FAQ enthalten.

Schlusswort

Anhand des Interviews und den Informationen von Nico Isenbeck werden die Vorteile von Bananian Linux als lightweight Betriebssystem für den Banana Pi verdeutlicht. Gerade wer den Pi als reines Serversystem nutzen möchte kann mit Bananian maximale Performance und Sicherheit herausholen. Mit diesem Interview steigen wir gleichzeitig in eine neue Artikelserie speziell zu Bananian Linux ein. Vielen Dank an Nico Isenbeck für die Beantwortung der Fragen und auf eine gute Zusammenarbeit.

Bild: Logo Bananian Linux (bananian.org)

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Aufbau und Pindefinitionen

In diesem Artikel wird der Aufbau und die Belegung der Pins am Banana Pi näher untersucht. Schwerpunkt der Ausführungen sind primär die Pindefinitionen. Sowohl beim basteln, als auch bei professionellen Anwendungen sollte man sich immer bewusst sein, welche Bedeutung und daher auch welche Beschaltung eines Pins zu beachten ist. Durch eine Fehlinstallation kann der Banana Pi, als auch eure angeschlossenen Bauteile zerstört werden.

Aufbau und Schnittstellen des Banana Pi

Im Vergleich zum bekannten Raspberry Pi* bringt der Banana Pi einige Schnittstellen mehr mit. Dazu zählen eine SATA-Schnittstelle für Festplatten, ein Infrarot Empfänger, Mikrofon, ein USB OTG Anschluss, LEDs on Board und verschiedene Buttons. Alle Anschlüsse sind in der folgenden Grafik verdeutlicht.

Banana Pi Schnittstellen (Quelle: lemaker.org)
Banana Pi Schnittstellen (Quelle: lemaker.org)

Banana Pi Pinbelegung

Der Banana Pi verfügt an mehreren Positionen auf der Platine diverse Pins. Diese können individuell für das eigene Projekt als Ein- oder Ausgang beschalten werden. Somit bietet der Banana Pi eine optimale Grundlage zum ansteuern von Sensoren, LEDs und vielem mehr.

Banana Pi Schnittstellen, Pins
Banana Pi Schnittstellen, Pins

Der Pi verfügt über die Pin-Schnittstellen CON1, CON2, CON3, J11 und J12. Alle Pins können als GPIO Schnittstelle genutzt werden. Darüber hinaus bieten einige Pins noch weitere Funktionen. Zunächst werden die einzelnen Pinblöcke nach ihren Funktionalitäten gegliedert.

  • CON1: CSI Kamera Schnittstelle
  • CON2: LVDS Display Schnittstelle
  • CON3: GPIO, CAN Bus, SPI Bus, I2C Bus, PWM, Serial Port, Pins beliebig einsetzbar
  • J11: UARTO Schnittstelle (UARTO-RX, UARTO-TX), Eingang / Ausgang Konsole
  • J12: UART, Serial Port

CON3 GPIO Header

Die GPIO Pins vom Header CON3 werden unter den Pi-Anwendern hauptsächlich genutzt. Die Pins können über die entsprechende Software als Eingang oder Ausgang beschalten werden. Außerdem unterstützen die Pins eine Kommunikation via CAN Bus, SPI Bus, I2C Bus, PWM und eine serielle Datenübertragung. Zur richtigen Beschaltung stellen wir euch im Folgenden die Pindefinitionen CON3 vom Banana Pi vor. Zur Orientierung ist Pin 1 bei jedem Connector-Block auf der Platine des Banana Pi beschriftet.

wiringPiGPIOFunktionPinPinFunktionGPIOwiringPi
VCC-3V3 12VCC-5V
8PB21 TWI2-SDA 34VCC-5V
9PB20 TWI2-SCK 56GND
7PI3 GPCLK 78UART3-TX PH0 15
GND 910UART3-RX PH115
0PI19IO-0(UART2-RX) 1112IO-1 PH2 1
2PI18IO-2(UART2-TX) 1314GND
3PI17IO-3(UART2-CTS)1516IO-4(CAN_TX) PH20 4
VCC-3V3 1718IO-5(CAN_RX) PH215
12PI12SPI0_MOSI 1920GND
13PI13 SPI0-MISO 2122IO-6(UART2_RTS) PI16 6
14PI11 SPI0_CLK 2324SPI0_CS0 PI10 10
GND 2526SPI0_CS1 PI1411

CON1 Pinbelegung

Bei den Pins von CON1 handelt es sich um eine CSI Schnittstelle. Diese besteht aus 40 FPC Pins die zum verbinden eines Kameramoduls dienen. Die Pinbelegung ist im Folgenden beschrieben.

CON1 Pin PindefinitionGPIO
CON1 P01 LINEINL
CON1 P02 LINEINR
CON1 P03 VCC-CSI
CON1 P04 ADC_X1
CON1 P05 GND
CON1 P06 ADC_X2
CON1 P07 FMINL
CON1 P08 ADC_Y1
CON1 P09 FMINR
CON1 P10 ADC_Y2
CON1 P11 GND
CON1 P12 CSI-FLASH PH17
CON1 P13 LRADC0
CON1 P14 TWI1-SDA PB19
CON1 P15 LRADC1
CON1 P16 TWI1-SCK PB18
CON1 P17 CSI-D0 PE4
CON1 P18 CSI0-STBY-EN PH19
CON1 P19 CSI0-D1 PE5
CON1 P20 CSI-PCLK PE0
CON1 P21 CSI-D2 PE6
CON1 P22 CSI0-PWR-EN PH16
CON1 P23 CSI-D3 PE7
CON1 P24 CSI0-MCLK PE1
CON1 P25 CSI-D4 PE8
CON1 P26 CSI0-RESET# PH14
CON1 P27 CSI-D5 PE9
CON1 P28 CSI-VSYNC PE3
CON1 P29 CSI-D6 PE10
CON1 P30 CSI-HSYNC PE2
CON1 P31 CSI-D7 PE11
CON1 P32 CSI1-STBY-EN PH18
CON1 P33 RESET#
CON1 P34 CSI1-RESET# PH13
CON1 P35 CSI-IO0 PH11
CON1 P36 HPR
CON1 P37 HPL
CON1 P38 IPSOUT
CON1 P39 GND
CON1 P40 IPSOUT

CON2 Pinbelegung

Die CON2 Pins dienen zum ansteuern eines LCD Displays / Panel (LVDS), wahlweise mit Touchfunktion (I2C). Der Header umfasst 40 FPC Pins. Die Definitionen sind nachfolgend dargestellt.

CON2 Pin PindefinitionErweiterte Funktion GPIO
CON2 P01 IPSOUT
CON2 P02 TWI3-SDA PI1
CON2 P03 IPSOUT
CON2 P04 TWI3-SCK PI0
CON2 P05 GND
CON2 P06 LCD0-IO0 PH7
CON2 P07 LCDIO-03 PH12
CON2 P08 LCD0-IO1 PH8
CON2 P09 LCD0-D0 LVDS0-VP0 PD0
CON2 P10 PWM0 PB2
CON2 P11 LCD0-D1 LVDS0-VN0 PD1
CON2 P12 LCD0-IO2 PH9
CON2 P13 LCD0-D2 LVDS0-VP1 PD2
CON2 P14 LCD0-DE SMC_RST PD25
CON2 P15 LCD0-D3 LVDS0-VN1 PD3
CON2 P16 LCD0-VSYNC SMC_SDA PD27
CON2 P17 LCD0-D4 LVDS0-VP2 PD4
CON2 P18 LCD0-HSYNC SMC_SLK PD26
CON2 P19 LCD0-D5 LVDS0-VN2 PD5
CON2 P20 LCD0-CS PH6
CON2 P21 CD0-D6 LVDS0-VPC PD6
CON2 P22 LCD0-CLK SMC_VCCEN PD24
CON2 P23 LCD0-D7 LVDS0-VNC PD7
CON2 P24 GND
CON2 P25 LCD0-D8 LVDS0-VP3 PD8
CON2 P26 LCD0-D23 PD23
CON2 P27 LCD0-D9 LVDS0-VN3 PD9
CON2 P28 LCD0-D22 SMC_VPPPP PD22
CON2 P29 LCD0-D10 LVDS1-VP0 PD10
CON2 P30 LCD0-D21 SMC_VPPEN PD21
CON2 P31 LCD0-D11 LVDS1-VN0 PD11
CON2 P32 LCD0-D20 CSI1_MCLK PD20
CON2 P33 LCD0-D12 LVDS1-VP1 PD12
CON2 P34 LCD0-D19 LVDS1-VN3 PD19
CON2 P35 LCD0-D13 LVDS1-VN1 PD13
CON2 P36 LCD0-D18 LVDS1-VP3 PD18
CON2 P37 LCD0-D14 LVDS1-VP2 PD14
CON2 P38 LCD0-D17 LVDS1-VNC PD17
CON2 P39 LCD0-D15 LVDS1-VN2 PD15
CON2 P40 LCD0-D16 LVDS1-VPC PD16

J11 Pinbelegung

J11 PinPindefinitionErweiterte FunktionGPIO
Pin 1TXDUART0-TX PB22
Pin 2RXDUART0-RX PB23

J12 Pinbelegung

J12 Pin Pin Name Multiplex Function Select GPIO
J12 Pin1 5V
J12 Pin2 3.3V
J12 Pin3 NC IO-7 PH5
J12 Pin4 RXD UART7_RX PI21
J12 Pin5 NC IO-8 PH3
J12 Pin6 TXD UART7_TX PI20
J12 Pin7 GND
J12 Pin8 GND

Quellen (Stand: 30.9.14): wiki.bananapi.org, bananapi.com, lemaker.org

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WLAN einrichten

Der Banana Pi kann bei zahlreiche Anwendungen, wie zum Beispiel ein eigener Webserver, eine eigene Cloud oder als Media Center zum Einsatz kommen. Für eine Verbindung ins eigene Netzwerk oder ins Internet muss oftmals ein Netzwerkkabel verlegt werden. Gerade dann, wenn der Pi beispielsweise hinter dem Fernseher oder ähnlichem stationiert ist, stellt sich das als Problem dar. Mit dem einrichten einer WLAN Verbindung findet man allerdings schnell einen kostengünstigen Ausweg.

Kürzlich habe ich mich mit diesem Thema auf dem Blog von Einplatinencomputer.com beschäftigt. Da die Einrichtung einer WLAN Verbindung beim Banana Pi prinzipiell gleich ist, möchte ich euch diese Informationen hier nicht vorenthalten.

Die Wahl des richtigen WLAN Sticks

Um eine WLAN Verbindung einzurichten benötigen wir zunächst natürlich erstmal einen passenden WLAN Stick. Die Auswahl an drahtlosen Sticks auf dem Markt ist groß. Je nach Stick kann die Einrichtung spielend einfach von der Hand gehen oder mit erheblichem Aufwand und Komplikationen verbunden sein. Ausschlaggebend sind die verschiedenen Chipsätze und die Kompatibilität von Treiber und Linux Kernel. Für den Banana Pi ist die Auswahl an WLAN Adaptern noch verhältnismäßig klein. WLAN Sticks, die mit den Treibern 8188cus, 8188cu und 8192 arbeiten laufen unter Raspbian, 8188eus, 8188eu und 8188tv laufen unter Android, soweit die Erfahrungen im Forum von lemaker.org.

Unter den Raspberry Pi Anwendern ist der WLAN Stick von Edimax meistens die erste Wahl. Dieser bringt eine Geschwindkeit von 150 MBit/s mit und arbeitet mit den genannten Treibern (Raspbian).


EDIMAX EW-7811UN Wireless USB Adapter, 150 Mbit/s, IEEE802.11b/g/n

Wenn wir unseren WLAN Stick an den Pi angeschlossen haben können wir direkt überprüfen ob dieser ordnungsgemäß erkannt wurde. Dazu geben wir folgenden Befehl in das Terminal ein.

dmesg

In der Ausgabe sehen wir, dass ein WLAN Adapter von Realtek gefunden wurde. Passend dazu der Treiber RTL8188CUS. Alternativ kann der Befehl lsusb zur Überprüfung genutzt werden. In der dazugehörigen Ausgabe sollten die gleichen Informationen wie mit dmesg ersichtlich werden.

lsusb

Gleichzeitig ist jetzt ein neues Netzwerk Device wlan0 vorhanden. Mit dem folgenden Befehl können wir uns alle Netzwerkschnittstellen anzeigen lassen.

ifconfig

Power Saving deaktivieren

Standardmäßig ist bei dem Edimax Stick eine Energiesparfunktion aktiviert. Das bedeutet, dass der Adapter bei Inaktivität die Netzwerkverbindung unterbricht. Diese Funktion kann durch anlegen einer Konfigurationsdatei deaktiviert werden, sodass die Verbindung dauerhaft gehalten wird. Dazu legen wir folgende Konfiguration an. Der Dateiname, in meinem Fall 8188cus.conf ist abhängig vom vorhandenen Treiber der mit dem Befehl lsusb mit angezeigt wurde und kann gegebenenfalls abweichen. Wenn das bei euch zutreffen sollte, dann einfach in den beiden folgenden Schritten die Eingabe anpassen.

sudo nano /etc/modprobe.d/8188cus.conf

Die Datei füllen wir mit dieser Zeile.

options 8188cus rtw_power_mgnt=0 rtw_enusbss=0

Anschließend speichern wir die Konfigurationsdatei ab und schließen sie mit der Tastenkombination Strg+X. Das Deaktivieren der Power Saving Funktion ist natürlich optional, aber dennoch empfehlenswert.

Verbindung zu einem WLAN Netzwerk herstellen

Um die verbindung mit einem WLAN Netzwerk herzustellen benötigen wir dessen Namen, also die SSID, als auch den WLAN Key. Solltet Ihr den Namen des Netzwerk mit dem Ihr euch verbinden wollt nicht genau wissen, dann suchen wir zunächst nach vorhandenen WLAN Netzwerken in der Umgebung.

iwlist wlan0 scan

In der Ausgabe sollte euer WLAN Netzwerk angezeigt sein, vorausgesetzt euer Pi befindet sich in dessen Reichweite.

Zum verbinden bearbeiten wir die Netzwerkkonfiguration. Dazu öffnen wir folgende Datei.

sudo nano /etc/network/interfaces

Die Einstellungen der WLAN Schnittstelle passen wir mit folgendem Inhalt an. Hierbei soll die Schnittstelle vorerst Ihre IP Adresse via DHCP zugewiesen bekommen.

auto lo

iface lo inet loopback
iface eth0 inet dhcp

auto wlan0
allow-hotplug wlan0
iface wlan0 inet dhcp
wpa-ap-scan 1
wpa-scan-ssid 1
wpa-ssid "NAME-WLAN-NETZWERK"
wpa-psk "WLAN-KEY"

Zwischen die Anführungszeichen muss einmal der Name, sprich die SSID, deines WLAN Netzwerkes angegeben werden, als auch der WLAN Schlüssel. Mit den Tastenkombinationen Strg+O und Strg+X speichern und schließen wir die Datei. Nachdem die Datei geschlossen wurde starten wir den Netzwerkdienst neu, damit dir Einstellungen wirksam werden.

sudo service networking restart

Das wars auch schon. Mit ifconfig könnt Ihr euch nochmal alle Netzwerkschnittstellen ausgeben lassen. Dabei werdet Ihr bemerken das dem wlan0 Device jetzt eine IP Adresse zugewiesen wurde. Der Raspi sollte jetzt via WLAN mit eurem Netzwerk verbunden sein.

WLAN Verbindung mit statischer IP Adresse

Wer den Banana Pi zum Beispiel als Server nutzt und diesen per WLAN an sein Netzwerk anbindet, für den ist es vorteilhaft wenn dieser immer unter der gleichen IP Adresse erreichbar ist. In dem letzten Abschnitt zeige ich euch, wir Ihr der WLAN Schnittstelle eine feste / statische IP Adresse zuweist.

Dazu müssen wir wieder die Netzwerkkonfiguration bearbeiten.

sudo nano /etc/network/interfaces

Den Inhalt passen wir jetzt wie folgt an.

auto lo

iface lo inet loopback
iface eth0 inet dhcp

auto wlan0
allow-hotplug wlan0
iface wlan0 inet static
address 192.168.2.3
netmask 255.255.255.0
gateway 192.168.2.1
wpa-ap-scan 1
wpa-scan-ssid 1
wpa-ssid "NAME-WLAN-NETZWERK"
wpa-psk "WLAN-KEY"

In der Zeile iface wlan0 inet static sagen wir, dass wir eine statische IP Adresse festlegen wollen. Weiterhin habe ich mit address, netmask und gateway meine gewünschten Netzwerkeinstellungen vorgenommen. Diese müsst Ihr individuell an euer Heimnetz anpassen.

Quellen (Stand:12.9.14): datenreise.de, tacticalcode.de, lemaker.org

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Remote Control: VNC Server installieren

Um den Banana Pi nutzen zu können muss man entweder Monitor, Maus und Tastatur anschließen oder über das Netzwerk via Remote darauf zugreifen. Der verbreitete SSH-Dienst erlaubt aber jediglich die Verwendung der Konsole. Der VNC Dienst (Virtual Network Computing) dagegen ermöglicht das Anzeigen des Bildschirminhaltes eines entfernten Computers auf einem lokalen Rechner. Mausbewegungen und Tastatureingaben werden dabei übertragen, sodass man auf dem entfernten Rechner arbeiten kann, wie als säße man direkt davor.

Um mittels VNC auf dem Banana Pi zugreifen zu können muss ein VNC Server auf dem Pi installiert werden. Der Computer mit dem du deinen Banana Pi via Remote steuern möchtest, spielt die Rolle des Clients. In der folgenden Anleitung zeige ich dir, wie du den VNC Server auf deinem Einplatinencomputer installierst und einrichtest.

VNC Server installieren

Bevor wir die VNC Software installieren bringen wir unseren Banana Pi auf den neusten Stand. Dieser Schritt ist optional und muss nicht zwingend durchgeführt werden. Sollte jedoch beim Start des Installationsvorganges ein Fehler auftreten, kann dieser durch ein Update behoben werden.

sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade

Anschließend starten wir die Installation.

sudo apt-get install tightvncserver

Ist der Installationsvorgang abgeschlossen kann der VNC Server gestartet werden.

vncserver :1

Beim ersten Start des Servers werden wir aufgefordert ein Passwort zum Login festzulegen. Außerdem bekommen wir die Möglichkeit das view only zu aktiveren. Dabei kann ein Benutzer den Desktop des Pi betrachten, jedoch ohne Steuerungsmöglichkeiten. Wir empfehlen view only nicht zu aktivieren, außer es ist zum Beispiel im Sinne einer Monitoring Anwendung hilfreich.

VNC Client

Ist der VNC Server auf dem Banana Pi installiert, können wir mit einem VNC Viewer (Client) auf den Desktop zugreifen. Eine VNC Client ist zum Beispiel TightVNC. Um eine Verbindung via VNC herzustellen, benötigen wir die IP Adresse des BPi und den Port. Die Netzwerkverbindungsdaten können in der Logdatei vom VNC Server nachgelesen werden: /home/pi/.vnc/bananapi:1.log. Der Standardport ist 5901.

Quellen (Stand 1.9.14): wikipedia.org, rdklein.eu

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FTP Server installieren

In diesem Beitrag erklären wir euch wie Ihr auf dem Banana Pi einen FTP Server installiert. Dabei kommt die Server Software ProFTPD zum Einsatz. Diese unterstütz die Standards FTP, SFTP und FTPS. Durch die zahlreichen Konfigurationsmöglichkeiten ist ProFTPD unter UNIX-Systemen weit verbreitet. Mehr Informationen dazu findet Ihr hier.

Zu Beginn legen wir mit folgendem Befehl einen neuen Ordner an auf den per FTP zugegriffen werden soll. In diesem Tutorial soll der Ordner FTP heißen und im Verzeichnis /home/bananapi/ liegen.

sudo mkdir /home/bananapi/FTP/

ProFTPD installieren

Bevor wir ProFTPD installieren bringen wir unseren Banana Pi noch auf den neusten Stand.

sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade

Anschließend starten wir die Installation mit folgendem Befehl:

sudo apt-get install proftpd

Während der Installation wird man gefragt wie man ProFTPD installieren möchten. Da wir einen FTP-Server einrichten wollen, wählen wir standalone (Server).

ProFTPD konfigurieren

Zur Konfiguration öffnen wir die Datei proftpd.conf

sudo nano /etc/proftpd/proftpd.conf

In die Konfigurationsdatei fügen wir folgende Zeilen ein. Damit erlauben wir den Benutzern jediglich die Nutzung des FTP Servers. Andere Dienste, wie zum Beispiel SSH, sind ausgeschlossen. Im Detail bedeutet das, dass wir virtuelle Nutzer für den Login am FTP Server verwenden und nicht immer einen Systembenutzer anlegen.

DefaultRoot ~
AuthOrder mod_auth_file.c mod_auth_unix.c
AuthUserFile /etc/proftpd/ftpd.passwd
AuthPAM off
RequireValidShell off

Mit den Tastenkombinationen Strg + O und Strg + X wird die Konfigurationdatei gespeichert und geschlossen.

Benutzer anlegen

Im weiteren Verlaufen der Einrichtung unseres FTP Servers wechseln wir das Verzeichnis.

cd /etc/proftpd/

Mit folgendem Befehl erstellen wir einen neuen Bentzer:

sudo ftpasswd --passwd --name BENUTZERNAME --uid 33 --gid 33 --home VERZEICHNIS --shell /bin/false

Der Befehl muss natürlich noch etwas angepasst werden. Für BENUTZERNAME setzen wir unseren gewählten Nutzernamen ein. Bei dem Ausdruck VERZEICHNIS ist der Pfad zum gewünschten FTP Ordner anzugeben. In unserem Beipiel wäre das /home/bananapi/FTP/.

Mit der Ausführung des Kommandos wird man aufgefordert ein gewünschtes Passwort für den gewählten Benutzernamen anzugeben und dies zu wiederholen.

Zum Abschluss der Installation starten wir den FTP Server neu und setzen für die betroffenen Ordner die entsprechenden Zugriffsrechte.

Neustart:
sudo /etc/init.d/proftpd restart

Rechte setzen:
chmod g+s /home/bananapi/FTP/
chmod 775 /home/bananapi/FTP/
chown -R www-data:www-data /home/bananapi/FTP/

Fertig ist unser FTP Server. Mit einem FTP Client wie zum Beispiel FileZilla kann auf den Server zgegriffen werden.

Quellen (Stand: 31.8.14): ubuntuusers.de, rdklein.eu

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Bananian Linux auf SD-Karte installieren

Um den Banana Pi nutzen zu können muss ein Betriebssystem deiner Wahl auf einer SD-Karte installiert werden. In meinem letzten Beitrag wurde Bananian Linux vorgestellt. Dabei handelt es sich um vorinstalliertes, minimal gehaltenes Debian 7 (wheezy) Image, dass speziell für den Banana Pi optimiert ist. Sowohl der Kernel, als auch der Bootloader (u-boot) sind an den Einplatinencomputer angepasst.

Die Entwickler des OS empfehlen eine SD-Karte der Klasse 10 zu verwenden. Außerdem sollte diese mindestens 4 GB Speicherplatz haben. Wie du Bananian Linux auf einer Speicherkarte installierst, wird dir im Folgenden erklärt.

Installation unter Windows

Windows-Benutzer laden die neuste Version von Bananian Linux unter http://www.bananian.org/download herunter. Zum Schreiben des Images auf die SD-Karte wird die Freeware Win32 Disk Imager benötigt.

Nach dem Download wird der Win32 Disk Imager entpackt und die exe-Datei als Administrator gestartet. In der Programmoberfläche wählt man die zuvor eingeschobene und leere SD-Karte, sowie das Systemabbild (.img) von Bananian.

Abschließend wird mit dem Write-Button das Schreiben des Betriebssystems auf die Speicherkarte gestartet. Ist der Vorgang abgeschlossen kann die Karte in den Banana Pi gesteckt werden.

Installation unter Linux

Zunächst laden wir das neuste Image von Bananian Linux unter http://www.bananian.org/download herunter und entpacken dieses.

unzip bananian-latest.zip

Anschließend stecken wir die leere SD-Karte in den Computer und indentifizieren diese.

df -h
umount /dev/sdd1

Abschließend wird der Schreibvorgang mit folgendem dd-Kommando gestartet:

dd if=bananian-latest.img of=/dev/sdd bs=1M && sync

Ist der Schreibvorgang abgeschlossen kann die Speicherkarte in den Banana Pi gesteckt werden und ist bereit für den erten Start.

Quellen (Stand 14.08.2014): bananian.org

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Bananian Linux veröffentlicht

Vor einigen Tagen wurde das Betriebssystem Bananian Linux unter bananian.org veröffentlicht. Das OS bringt viele interessante Features mit, welche in diesem Artikel vorgestellt werde.

Bananian Linux ist ein vorinstalliertes Debian 7 (wheezy) Image, dass speziell für den Banana Pi optimiert wurde. Das System verwendet die von Debian wheezy bereitgestellten ARMhf Repositorien, ist aber nicht von Raspbian abhängig. Sowohl der Kernel, als auch der Bootloader (u-boot) sind an den Pi angepasst.

Mit Bananian fokussieren die Entwickler ein minimal gehaltenes System, dass sich durch einen einfachen Unterbau, eine gute Performance und maximale Sicherheit auszeichnet. Dadurch können Ressourcen effizienter für Anwendungen eingesetzt werden.

Insgesamt bildet das OS eine solide Grundlage für einen Server im Heimnetzwerk, ownCloud und diverse weitere Anwendungen.

Bananian-Config

Jeder der einen Raspberry Pi (Raspbian) besitzt, dem ist der Befehl raspi-config wohl ein Begriff. Bei Ausführung des Befehls gelangt man zu einer Oberfläche, in der man grundlegende Systemeinstellungen vornehmen kann.

Dies sieht bei Bananian Linux ähnlich aus. Das Tool bananian-config ermöglicht dem Benutzer eine schnell Grundkonfiguration des Systems. Dort können bekannte Parameter, wie Zeitzone, Sprache, Hostname, Root-Passwort und Speicherplatz (expand filesystem) festgelegt werden.

Vorinstallierte Anwendungen und Dienste

Bananian Linux bringt einige nützliche Tools mit, ohne das eine separate Installation notwendig ist. In der folgenden Übersicht sind die wichtigsten vorinstallierten Anwendungen und Dienste aufgelistet.

  • SSH Server (Remote-Zugriff)
  • NTP server (Zeitsynchronisation)
  • haveged (Entropie-Dienst zum schnellen erzeugen von Zufallszahlen)
  • rsyslogd (Log-Dienst)
  • zsh (Standard Shell, bash)
  • htop (System Tool, zeigt dynamische Übersicht aller laufenden Prozesse und genutzten Ressourcen)
  • bwm-ng (Tool zur Bandbreitenüberwachung)
  • screen (Terminal Multiplexer)

Standardkonfiguration

Das Passwort für den Root-Benutzer ist zunächst auf pi eingestellt. Das Passwort sollte zeitnah geändert werden, um den Zugriff von Unbefugten vorzubeugen. In den Standardeinstellungen ist die Ethernet-Schnittstelle auf DHCP gestellt. Das bedeutet bei jedem Start des Banana Pi bekommt dieser eine neue IP-Adresse zugewiesen. In Verbindung mit SSH und anderen Anwendung, wie zum Beispiel einem Webserver, ist es empfehlenswert eine statische IP-Adresse festzulegen. Im Folgenden sind noch weitere Standardkonfigurationen aufgelistet.

  • Root-Passwort: pi
  • Ethernet-Schnittstelle: DHCP (automatische IP-Adresszuweisung vom Router)
  • Ort und Sprache: en_us
  • Zeitzone: UTC
  • 512 MB Swap-File (Auslagerungsdatei)
  • Deadline-Scheduler und noatime mount-Option für Root-Dateisystem

Bananian Linux herunterladen

Das Bananian Image kann von der offiziellen Entwicklerseite heruntergeladen werden: http://www.bananian.org/download

Quellen (Stand: 13.08.2014): bananian.org

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